Kostenhinweise Arbeitsrecht

« | »

Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber sollten bei (ggf.: anstehenden) Rechtsstreiten auf dem Gebiet des Arbeitsrechts zwei Besonderheiten hinsichtlich der Kosten berücksichtigen.

Erstens:

Anwaltliche Gebühren wie auch Gerichtskosten bemessen sich nach einem sog. Streit- bzw. Gegenstandswert. Allgemein ist insoweit das wirtschaftliche Interesse am Prozeß maßgeblich. Im Bereich der Arbeitsgerichtsbarkeit ist bei und für "Bestandsschutzstreitigkeiten" maximal ein Betrag von drei Bruttomonatsgehältern zum Ansatz zu bringen (in einem Zivilrechtsstreit wären es hingegen in der Regel zwölf, in einer beamtenrechtlichen Angelegenheit oft dreizehn). Zur Klarstellung: Es fallen nicht Anwalts- oder Gerichtskosten in dieser Höhe an, die Gebühren berechnen sich lediglich nach diesem Wert.

Falls Sie Arbeitgeber sind werden wir Ihnen möglicherweise vorschlagen, anstelle der gesetzlichen Gebühren eine Honorarvereinbarung auf Stundenbasis zu treffen. Dies kann in vielen Fällen günstiger sein, insbesondere, wenn eine Vielzahl gleich gelagerter Kündigungsfälle oder -absichten zu beurteilen ist. Zumindest ist es in aller Regel "fairer", denn der anwaltliche Aufwand hängt fast nie davon ab, wieviel der betroffene Arbeitnehmer verdient. In jedem Fall können Sie darauf vertrauen, daß wir für die kurzfristige und kurze telefonische Klärung von Zweifelsfragen in einem dauerhaften Beratungsverhältnis genau abrechnen und Ihnen niemals angefangene Stunden voll in Rechnung stellen.

Zweitens:

Weitere Besonderheit: Im Arbeitsrechtsstreit erster Instanz trägt jede Partei ihre eigenen ("außergerichtlichen") Kosten selbst, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Diese gesetzliche Vorgabe sollte (historisch) sicherstellen, daß Arbeitnehmer nicht aus Angst vor einem Bezahlenmüssen "teurer Anwälte" des Arbeitgebers vor der Geltendmachung berechtigter Ansprüche zurückschrecken. Angesichts der Verbreitung von Rechtsschutzversicherungen hat sich diese Zielsetzung sicherlich überholt.

Als Arbeitnehmer müssen Sie berücksichtigen: Auch im Falle einer offensichtlich unwirksamen Kündigung werden Ihnen ihre eigenen Kosten nicht erstattet.

Als Arbeitgeber müssen Sie durchaus damit rechnen, daß ein rechtsschutzversicherter Arbeitnehmer ersichtlich unbegründete oder in der Höhe unsinnige Forderungen geltend macht, insbesondere, wenn das Arbeitsverhältnis beendet wurde oder werden wird und dies seinerseits (z.B. bei Kündigung in der Probezeit) nicht erfolgreich angefochten werden kann.

Trotz des in beiderlei Hinsicht geringeren Kostenrisikos in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten: Noch günstiger ist es, wenn Sie gar nicht erst vor das Arbeitsgericht ziehen oder ziehen müssen. Dies wiederum läßt sich oft (aber nicht immer) insbesondere durch eine präzise Vertragsgestaltung, geregelte Kündigungsabläufe und eine vorherige Einschätzung der rechtlichen Chancen erzielen. Dabei helfen wir Ihnen gerne.

back   weiter

Malorny - Lachmann Notar a. D. und Rechtsanwälte (Bundesrepublik Deutschland),
Heerstraße 2 (am Theodor-Heuss-Platz), 14052 Berlin-Charlottenburg
Tel.: 030-301058-0 Fax: 030-301058-99, e-Mail: mail@malornylachmann.de

Datenschutz / Datenschutzerklärung

Angaben gem. § 5 Telemediengesetz siehe unter Impressum und Nutzungsbedingungen


hosted and published by Dietrich Datentechnik 2001-2018